
Es ist allgemein bekannt, dass der Kalziumgehalt in Kuhmilch hoch und sein Konsum für unsere lebenswichtigen Funktionen unerlässlich ist. Doch wie viel Kalzium hat Milch überhaupt? Und welche konkreten Vorteile bietet er unserem Körper?
Neben Kalzium enthält Milch viele weitere Mineralstoffe, die jeweils eine wesentliche Rolle spielen. Das Weiße Buch über Milch- und Milchprodukte (Libro bianco sul latte e i prodotti lattiero-caseari) – ein Kompendium von Assolatte, in Zusammenarbeit mit der Zeitung Il Sole 24 Ore und der Nationalen Akademie der Medizin (Accademia Nazionale di Medicina) – liefert uns nützliche Informationen über den Mineralstoffgehalt in Milch und analysiert ihre Mengen und Vorteile, die diese für unser tägliches Wohlbefinden bieten.
Wieviel Kalzium steckt in der Milch?
Der gedankliche Zusammenhang zwischen Kalzium und Milch ist ziemlich direkt. Tatsächlich ist Kalzium der meist enthaltene Mineralstoff dieses Lebensmittels: 100 Gramm Milch liefern etwa 120 mg Kalzium.
Eine Tasse Milch (etwa 250 ml) liefert im Durchschnitt 300 mg Kalzium und deckt damit rund 30% des täglichen Bedarfs eines Erwachsenen. Dadurch wird Milch zu einem wertvollen Verbündeten für die Gesundheit von Knochen und Zähnen und beugt gegen Erkrankungen wie etwa Osteoporose vor.
Neben Milch gibt es auch noch andere kalziumhaltige Lebensmittel, wie zum Beispiel einige Gemüsesorten und Getreide. In diesen Lebensmitteln ist das Kalzium allerdings in einer chemischen Form enthalten, die von unserem Körper nicht spontan verwertet werden kann. Bei Milch hingegen ist Kalzium biologisch hochverfügbar, was bedeutet, dass es sehr schnell aufgenommen wird. Angesichts des hohen täglichen Kalziumbedarfs (zwischen 800 mg und 1.200 mg, je nach Alter und Geschlecht) ist Milch eine Nahrungsquelle für Kalzium, die schwer zu ersetzen ist.
Mineralstoffe in der Milch: Phosphor, der Partner von Kalzium
Das zweitwichtigste Mineral in Bezug auf die Menge in Milch ist Phosphor: In 100 Gramm Milch stecken etwa 95 mg. Eine Tasse Milch liefert somit etwa 240 mg Phosphor, was 20-25% des täglichen Bedarfs entspricht.
Phosphor ist ein echter Verbündeter von Kalzium, um die Reparatur- und Aufbauprozesse von Knochen zu regeln. Diese „Partnerschaft“ ist vor allem während der Wachstumsphase besonders wichtig, also vor allem für Kinder. Phosphor ist außerdem von großer Bedeutung für den Energiestoffwechsel und für die Bildung von Zellmembranen.
Am meisten Phosphor findet man in Getreide, Hülsenfrüchten, Fleisch und Eiern, allerdings mit einem nicht optimalen Kalzium-Phosphor-Verhältnis. In Milch und Milchprodukten ist das Verhältnis zwischen Kalzium und Phosphor indessen nahezu ideal für unsere lebenswichtigen Funktionen.
Kalium, Magnesium und Zink
Milch ist außerdem eine hervorragende Quelle für Kalium, ein unerlässlicher Mineralstoff zur Regulierung des Blutdrucks und der Muskelfunktion, einschließlich der Herzmuskulatur.
Milch enthält auch Magnesium, ein Mineral, das an zahlreichen enzymatischen Reaktionen unseres Körpers beteiligt ist, darunter die Produktion von Energie und die Entspannung der Muskeln.
Zink ist wichtig für die Stärkung des Immunsystems und für die Gesundheit der Haut. Auch wenn Milch keine besonders hohe Menge an Zink enthält, ist dieses jedoch biologisch besser verfügbar als Zink aus pflanzlichen Lebensmitteln.
Kalzium und mehr: Die vielen wertvollen Mineralstoffe in der Milch
Neben den wesentlichen Mineralien wie Kalzium, Phosphor, Kalium, Magnesium und Zink enthält Milch auch Spuren von Natrium, Eisen, Jod und Selen, kostbare Mikronährstoffe, die für unsere Gesundheit sehr wichtig sind.
Milch sollte deshalb immer Bestandteil einer gesunden und ausgewogenen Ernährung sein: Pur genossen, im Müsli, als Milkshake oder als Zutat in süßen oder herzhaften Rezepten. Milch in unseren täglichen Ernährungsplan aufzunehmen bedeutet also nicht nur, unsere Gerichte zu bereichern, sondern den Körper mit wertvollen Nährstoffen zu versorgen, um perfekt in den Tag zu starten.
Und für Menschen, die an Laktoseintoleranz leiden, gibt es als Alternative laktosefreie Milch, bei der der Laktosegehalt extrem reduziert wurde, während der Mineralstoffgehalt komplett erhalten bleibt.
