
Alles bereit für die Zubereitung des Faschingsgebäcks? Bald beginnt die verrückteste Zeit des Jahres, mit dem fetten Donnerstag und dem Faschingsdienstag, die dieses Jahr jeweils auf den 12. und den 17. Februar fallen.
In der ersten Februarhälfte beginnt die „offizielle“ Saison für Chiacchiere, Krapfen usw.. Das ist die Zeit, wo es aus den Küchen nach Fettgebackenem, Puderzucker, Vanille und Zitrusfrüchten duftet und zwei besonders wichtige Zutaten im absoluten Mittelpunkt stehen: Milch und Butter.
Fast alle klassischen italienischen Karnevalsgebäcke bestehen vorwiegend aus einfachen Teigen, die aus Mehl, Eiern, Milch und Butter bestehen, mit dem Wunsch, üppig, lecker und vor allem festlich zu sein.
Chiacchiere, Crostoli, Frappe: Die knusprige Seite des Karnevalsgebäcks
Ob sie nun Chiacchiere, Crostoli, Frappe, Bugie oder Galani heißen, die Prozedur ist die gleiche: Dünn ausgerollte Teigstreifen, die im Fett ausgebacken und mit Puderzucker bestreut werden. In den Teig gehören natürlich immer Butter und/oder Milch:
- Milch gibt dem Teig die erforderliche Feuchtigkeit und macht ihn elastisch;
- Butter und Eier verleihen dem Gebäck seine Knusprigkeit und seinen Geschmack sowie die hauchdünne Konsistenz, die beim ersten Bissen herrlich zerbricht.
Je nach Familienrezept kann die Milch durch Sahne ersetzt werden, aber Butter ist nach wie vor die Zutat, die den geschmacklichen Unterschied macht.
Castagnole: Fluffige Bällchen dank Milch und Butter
Castagnole sind kleine weiche Teigbällchen, die im Fett ausgebacken und anschließend im Zucker gewälzt werden. Hier sind Milch und Butter unverzichtbar:
- Die Milch macht den Teig weich und fördert das richtige Aufgehen während dem Ausbacken, damit die Castagnole innen schön luftig werden;
- Die zerlassene oder zimmerwarme Butter sorgt für einen fluffigen und noch leicht feuchten Teig, der fast an einen Minikuchen erinnert.
In vielen Varianten wird der Teig außerdem mit Likör oder Zitronen- und Orangenabrieb verfeinert, aber Milch und Butter ist es zu verdanken, dass Castagnole so verlockend schmecken und man eine nach der anderen essen möchte.
Frittelle und Krapfen: Fluffiges und duftiges Hefegebäck
Ob venezianische Frittelle, gefüllt mit Vanillecreme und Zabaione oder Faschingskrapfen, das Leitmotiv ist immer dasselbe: Ein üppiger, reichhaltiger Teig, der nach dem Ausbacken im Fett noch herrlich weich und duftig bleibt. In diesem Faschingsgebäck arbeiten Milch und Butter gemeinsam:
- Die Milch ersetzt das Wasser im Teig und macht ihn reichhaltiger und aromatischer;
- Die Butter verleiht Struktur und Luftigkeit, während der Teig nach dem Backen nicht zu trocken, sondern angenehm feucht bleibt.
Die wichtigsten Zutaten für festliches Hefegebäck, denn ohne Milch und Butter wäre die Beschaffenheit des Teiges nicht dieselbe.
Faschingsgebäck: Struffoli, Zeppole und sonstige regionale Spezialitäten
Jede Region hat ihre Traditionen, aber Milch und Butter sind immer wieder jener „unsichtbare Faden“, der alle Rezepte irgendwie vereint.
Bei den neapolitanischen Struffoli ist Butter im Teig der Bällchen enthalten, die im Fett ausgebacken und anschließend mit Honig überzogen werden. Bei den im Fett ausgebackenen Zeppole gehört Butter ebenfalls zum Teig, der ähnlich wie ein Brandteig verarbeitet wird, während Milch die Hauptzutat der Cremes ist, mit denen die Zeppole gefüllt werden.
In vielen regionalen Frittelle (aus Reis, Grieß oder altbackenem Brot) dient die Milch dazu, die Zutaten miteinander zu verbinden, wobei übrig gebliebene Reste mit einfachen Zutaten zu einem leckeren Festtagsgebäck werden.
Milch und Butter: Die wichtigsten Zutaten für Faschingsgebäck

Im Faschingsgebäck haben Butter und Milch eine große Bedeutung, die weit über die technische Funktion hinausgeht: Sie stehen für die Festlichkeit selbst. Milch bringt Luftigkeit und Duft mit einer zarten Süße und bildet die Basis für Aromen, Zucker und Gewürze. Butter rundet das Ganze ab, verleiht Knusprigkeit und das herrliche Gefühl der „Üppigkeit“ am Gaumen, die wir mit besonderen Gelegenheiten in Verbindung bringen.
Nicht umsonst entstanden diese üppigen Gebäcke auch früher schon in den Tagen vor der Fastenzeit: Es war der Moment, wo man sich noch reichhaltige Köstlichkeiten gönnen durfte, bevor die lange Phase der Enthaltsamkeit und des Fastens begann.
Heute gibt es diesen Wechsel zwischen Verzicht und Überfluss nicht mehr, der damals noch die Zeiten prägte, aber der Zauber der Festlichkeit ist erhalten geblieben. Die Zubereitung von Chiacchiere, Castagnole oder Frittelle mit Milch und Butter werden jedes Jahr an Fasching zu einem Moment der Geselligkeit und zum Genuss von leckeren Backwaren der Tradition.
